Worum geht es?

Wir erleben es täglich im Beruf, in der Ausbildung, in persönlichen Beziehungen und auch in der Kirche: Unser Alltag verändert sich. Mit neuer Technik und digitalen Medien ist vieles einfacher geworden. Doch das Tempo steigt und damit die Ansprüche. Wo bleibt Zeit für das Wesentliche?

Zeit für uns selbst und für die, die uns wichtig sind – Zeit für Gott, für den Glauben, die Heilige Schrift? Wo finden wir Pausen inmitten von Routine und Hektik?

Wo sind Freiräume, nach denen wir uns sehnen?

...um des Menschen willen – Zeit für Freiräume 2019

Wozu ist das gut?

"Ich glaube, dass mehr Zeit und Raum uns, unseren Gemeinden und unserer Kirche gut tun werden. Lassen Sie uns das Jahr 2019 nutzen, um uns auf Wesentliches zu besinnen. Das ist für mich eine geistliche Herausforderung. In diesem Jahr schauen wir aufmerksam und kritisch auf unser Tun als evangelische Kirche.

Aber wir schauen auch auf unseren Auftrag als Christinnen und Christen, die wir unser Leben aus der Beziehung zu Gott schöpfen. In diesem Jahr fragen wir, wie die Routinen unserer haupt- und ehrenamtlichen Arbeit ein Leben im Geist Jesu Christi fördern und anregen. Zugleich fragen wir auch, wo Routinen uns ermüden und die Arbeit erschweren. Wir wollen an die biblische Tradition des Sabbats erinnern und an seine eigentliche Bestimmung; er unterbricht unseren Lebensrhythmus „um des Menschen willen“ (Markus 2,23-28)."

Was können wir tun?

"Ich wünsche mir: Sprechen Sie im Kirchenvorstand über dieses Vorhaben für Ihre Gemeinde. Überlegen Sie mit Gruppen und Kreisen, vielleicht auch im Rahmen einer Gemeindeversammlung, und sammeln Sie Ideen und Wünsche dafür, wie Sie die Arbeit anders und einfacher gestalten können. Wie können wir Routinen durchbrechen und Freiräume schaffen? Wagen Sie Experimente: Was wäre, wenn Sie Ihr Gemeindefest 2019 einmal gar nicht feiern würden? Was wäre, wenn Sie es ganz anders feiern als sonst? Was wollten Sie schon immer einmal gerne tun, was wollten Sie längst unterlassen? Was können Sie begrenzen? Wohin kann dieser Freiraum Sie führen? In den ersten Erfahrungen mit diesem Jahr habe ich bereits erlebt, dass schon das offene Gespräch über solche Veränderungen ein wichtiger und sinnvoller Schritt ist. Er weckt Wünsche und Träume und führt zu neuen Bildern über die Zukunft der Kirche."

Ralf Meister, Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannovers

Die Rolle der Landeskirche

Ideen, Gedichte, Texte, Bilder

Auch der Bischofsrat, das Landeskirchenamt, die Synode und die Kirchenkreise beraten Ideen und Vorschläge zur Umsetzung. Auf dieser Webseite werden Sie in den kommenden Monaten mehr und mehr Neues finden. Ideen, kurze Texte, Gedichte, Gebete und Bilder. Wir werden von Freiräumen erzählen und Impulse geben für ein ganz besonderes Jahr. Über Anregungen und Beispiele, die von Ihnen kommen, aber auch über Fragen und kritische Anmerkungen freuen wir uns. Pastorin Dr. Karoline Läger-Reinbold wird sich als Stabstelle bei mir intensiv um die Vorbereitung und Unterstützung kümmern, sie besucht und berät Sie bei der Suche nach neuen Ideen auf allen Ebenen. 

Material zum Download

Eine Einladung zum Gebet

Im Vertrauen auf Gott

Nicht alles, was 2019 auf uns zukommt, ist planbar und gut zu organisieren. Lassen Sie uns miteinander etwas ausprobieren und entdecken, was wir tun und was wir möglicherweise auch lassen können. Seien Sie beruhigt: Es wird kein übliches Projektjahr sein. Hochglanzbroschüren bleiben die Ausnahme, und es werden keine Großveranstaltungen zur Mobilisierung einer neuen Kirche inszeniert. Es bleibt eine eher bescheidene, aber fröhliche Suche nach Veränderungen im Glauben: In meinem Leben, in meiner Gemeinde, in unserer Kirche. So wagen wir den Weg in dieses Jahr 2019 im Vertrauen auf Gott. An ihn wendet sich unser Gebet. Vielleicht mögen Sie dieses Gebet nutzen, wenn Sie im Kirchenvorstand oder im Gottesdienst in den kommenden Monaten für unseren geistlichen Weg als Landeskirche 2019 beten. Es stärkt uns, wenn wir uns miteinander in diesen Worten verbinden. 

Christus, unser Licht.

Wir drängen eilig unseren Zielen zu.

Wir leiden an unserer Ungeduld.

Stärke die Rastlosen und reich den Mutlosen die Hand.

Erlöse uns von der Eile

und lass uns dem Werden vertrauen.

Lass uns den Freiraum entdecken, den du uns schenkst.

Amen.

 

Kontakt

"Ganz egal, wie schnell wir werden,

das Verhältnis der gemachten Erfahrungen

zu denjenigen, die wir verpasst haben,

wird nicht größer, sondern konstant kleiner.“

 

(Hartmut Rosa, Beschleunigung und Entfremdung, 2013)